Energiesparen – einfach und wirkungsvoll

Genossenschaftliches Wohnen richtet sich nach dem Prinzip „bezahlbares Wohnen“. Dies bedeutet, dass durch die Grundmiete nur die Kosten gedeckt werden sollen, die der BWB durch die Errichtung und laufende Modernisierungsmaßnahmen etc. entstanden sind. Eine Gewinnmaximierung liegt der BWB somit fern. Dadurch ist für unsere Mieter:innen die Grundmiete für eine angemietete Wohnung im Vergleich zu einer ähnlichen Wohnung auf dem „freien Wohnungsmarkt“ erheblich geringer.

Anders verhält es sich mit den sogenannten Nebenkosten, also den Betriebs- und Heizkosten. Hier werden den Mietern:innen die laufenden entstehenden Kosten exakt berechnet. Gewinne werden mit den Nebenkosten nicht erzielt. Die mit Ihnen abzurechnenden Kosten unterliegen den allgemeinen Preissteigerungen und der Marktentwicklung. Insbesondere bei den Energiekosten zeichnet sich aktuell nur eine Richtung ab: leider nach oben.

Bereits im BWB-Report-118 hat die BWB auf die sprichwörtlich explodierenden Energiepreise hingewiesen. Entsprechende Berichte in zahlreichen Medien sind an der Tagesordnung und gehen sicher nicht spurlos an Ihnen vorbei. Schließlich betrifft dies auch Ihre Energiekosten. Umso wichtiger ist es der Genossenschaft, ihren Mieter:innen hilfreiche Tipps an die Hand zu geben, um Ihren eigenen Energieverbrauch aktiv zu senken.

Spartipps Heizen

Heizkörper- und Raumthermostate

Drehen Sie beim Lüften in der kalten Jahreszeit die Thermostatventile an den Heizkörpern zu. Warum? Durch die kalte Luft kühlt das Heizungsthermostat ab, was bei geöffnetem Ventil zu starkem Aufheizen des Heizkörpers und unnötigem Energieverbrauch führt. Regelmäßiges Lüften ist aber wichtig, weil sich Frischluft schneller erwärmt als verbrauchte und abgestandene Luft.

Verfügen Sie über Raumthermostate (Gasetagen- oder Fuß­bodenheizung), stellen Sie diese auf niedrigere Temperatur ein.

Heizkörper freihalten

Möbel und Vorhänge vor den Heizkörpern erschweren die Wärmeverteilung im Raum. Bitte halten Sie die Heizkörper grundsätzlich frei.

Zugluftstopper halten die Wärme
Durch einen Zugluftstopper vor Tür- oder Fensterspalten kann die warme Luft aus dem Raum nicht entweichen.

Heizung nicht abstellen

Lassen Sie Ihre Heizung auf geringer Stufe weiter­laufen wenn Sie die Wohnung verlassen. Stellt man die Heizung/Heizkörper ab, führt das zu einem starken Abkühlen der Wohnung. Um nach der Rückkehr wieder eine angenehme Raumtemperatur zu erreichen, muss über einen kurzen Zeitraum energie­intensiv geheizt werden. Dieses starke Aufheizen verbraucht mehr Energie, als das „Laufenlassen“ auf geringer Stufe.

Räume einheitlich heizen

Heizen Sie Ihre Räume möglichst auf gleiche Tempe­ratur. Halten Sie bei deutlich unterschiedlichen Heiztemperaturen benachbarter Räume die Türen geschlossen. Denn: Werden Räume unterschiedlich beheizt, kann sich bei ge­öffneten Türen an den Außenwänden weniger beheizter Räume Schwitz-/Kondenswasser bilden. Dies führt im schlimmsten Fall zu feuchten Stellen, Stockflecken und Schimmel.

Spartipps Lüften

Ausreichendes Lüften, sowohl in der warmen und vor allem auch<br/ >in der kalten Jahreszeit, ist notwendig. Wie wird richtig gelüftet?

Stoßlüftung

Am effektivsten ist Stoßlüftung (Fenster ganz geöffnet) in der gesamten Wohnung – möglichst als Querlüftung (Durchzug) – über etwa 3 bis 5 Minuten.
Fenster dauerhaft auf Kipp zu stellen, ist nahezu wirkungslos, da kein Luftaustausch stattfindet (Schimmelgefahr).

Gezieltes Lüften

Entstehen größere Wasserdampfmengen (z.B. in der Küche oder im Bad), empfiehlt sich gezieltes Lüften des jeweiligen Raumes.

Die Türen bleiben in dieser Zeit geschlossen, damit der Wasserdampf sich nicht in der gesamten Wohnung ausbreitet.

Spartipps Strom

Wäsche Lufttrocknen

Ökoprogramme an Waschmaschinen und/oder Trocknern sparen Strom und Wasser. Bei warmem und trockenem Wetter können Sie die Wäsche an der Luft trocken. Die Nutzung eines Trockners ist dann nicht notwendig.

Stromsparende Beleuchtung

LED-Lampen verbrauchen weniger Strom als herkömmliche Lampen, und geben sofort die volle Helligkeit ab. LEDs benötigen keine „Vorlaufzeit“, bis sich das Licht entfaltet.
Mehrfachsteckdosen mit An-/Ausschalter, um Verbrauchs­ge­räte zentral schalten zu können, erleichtern die Handhabung.

Standby-Modus

Auch der sogenannte Standby-Modus (z.B. am Fern­seher) verbraucht Strom. Nehmen Sie Elektrogeräte komplett vom Strom, wenn sie nicht benutzt werden.

„Stromfresser“

Alte Elektrogeräte verbrauchen viel Strom. Eine kostenfreie Stromenergieberatung bietet
z.B. der Caritas­verband Düsseldorf an. Nähere Informationen finden Sie unter:

https://www.caritas-duesseldorf.de/hilfe-angebote/beratungsangebote/energiesparservice-und-stromsparcheck/

Spartipps Wasser

Dusche statt Vollbad

Eine 5-minütige Dusche verbraucht ca. 60 Liter Wasser. Ein Vollbad hingegen ca. 180 Liter.

Sparduschkopf
Überlegenswert ist die Anschaffung eines Sparduschkopfes, der Luft in den Wasserstrahl mischt.
So können Sie bis zu 50% Warmwasser einsparen.

Toilettenspülung

Die meisten Toiletten haben eine große und eine kleine Spültaste. Die Nutzung der kleinen Taste verbraucht 50 % weniger Wasser als das Spülen mit der großen Spültaste.

Wasserhahn effizient nutzen

Den Wasserhahn während des Zähne­putzens und Händewaschens (Einseifen) abdrehen ist einfach und effizient.

Wasch- und Spülmaschine optimal füllen

Räumen Sie Ihre Wasch- und Spülmaschine vor dem Start möglichst voll. Nutzen Sie niedrige Temperaturen und Eco-Programme. Diese laufen zwar länger, sparen aber Wasser und Energie.

Weitere hilfreiche und ausführliche Informationen finden Sie auch auf der Website der Stadtwerke Düsseldorf AG unter:

 

Tipps: Regale richtig montieren

1. Passende Dübel und Schrauben

Für leichtere Bücher- oder Küchenregale, die mit einer Last von bis zu 25 Kilogramm beladen werden sollen und wo die Wand aus Lochstein oder Porenbeton besteht, eignen sich Universaldübel am besten. Besteht die Wand allerdings aus Gipskartonplatten, sollte man Spezialdübel für Plattenbaustoffe verwenden. Bei festen Wänden aus Beton oder Ziegelstein kann ein Langschaftdübel zum Einsatz kommen, wenn die zu tragende Last nicht über 50 Kilogramm fällt.

Möchten Sie ein Werkstattregal anbringen, das bis zu 100 Kilogramm tragen soll, empfiehlt sich bei einer Wand aus Lochstein der Einsatz von Spreiz- oder Langschaftdübeln. Bei Porenbeton sind spezielle Dübel oder sogar ein Schwerlastbefestigungsset, bestehend aus Injektionsmörtel sowie Ankerstangen und -hülsen, ratsam.

2. Belastung des Regals

Wiegen oder schätzen Sie ab wie schwer die Last werden könnte, die das Regal zu tragen hat. Soll die gesamte heimische Bibliothek darauf Platz finden oder nur einige kleinere Gegenstände und Dekoelemente?

3. Wandmaterial bestimmen

Finden Sie heraus aus welchem Material die Wand besteht. Oft lässt sich das am Bohrstaub erkennen: Bei Beton ist der Staub hell und fein, bei Porenbeton ist die Konsistenz eher schmierig. Bei Kalksandstein ist der Bohrstaub weiß und sandig. Ziegel erkennen Sie am rötlichen Staub. Bleiben die Rückstände am Bohrer kleben handelt es sich um Gipskarton.

4. Dübel und Bohrlochtiefe festlegen

Bestimmen Sie den entsprechenden Dübel für das Material und die zu tragende Last.
Danach anhand der Dübellänge die Bohrtiefe festlegen. Das Bohrloch soll etwa 10 Prozent tiefer sein als der Dübel lang ist, damit die Schraube durch den Dübel gelangt und sich spreizen kann.

5. Die passenden Schrauben verwenden

Der Schraubendurchmesser richtet sich nach dem des Dübels, wobei die Schraube ein bis zwei Größen kleiner ist. Angaben dazu finden Sie auf der Dübelverpackung. Für die maximale Tragfähigkeit empfehlen sich Holzschrauben. Achten Sie auch auf die Kopfform der Schraube. Wenn Sie ein Schienensystem verwenden, nutzen Sie Schrauben mit flachen Köpfen. Die richtige Schraubenlänge ergibt sich aus Bauteildicke, Dübellänge und Schraubendurchmesser.

Jetzt müssen Sie nur noch bohren, den Dübel einsetzen, das Regal verschrauben und schon sind Sie fertig!